Die Nordeifel Tourismus GmbH hat im Jahr 2022 zu geführten Erlebniswanderungen eingeladen. Die Durchführung dieser Wanderungen haben die Eifelvereine übernommen. Die erste dieser Erlebniswanderungen hatten die Eifelvereine Reifferscheid, Blumenthal und Hellenthal übernommen und fand 'Auf den Spuren der Raubritter' statt. An allen besonderen Stellen dieser Wanderung konnten die Wanderführer interessantes und wissenswertes berichten.

10 WanderInnen machten sich auf den Weg. Es ging am Gröttchen vorbei über den Kreuzweg und die zerstörten Westwallanlagen zu einem Aussichtspunkt und Rastplatz in der Höhe von Wollenberg. Der Weiterweg für uns über einen steil abfallenden Weg zur Burgwüsten 'Altenberg' wo wir uns über auch durch Schautafeln über die Burgwüstung informieren konnten. Dann ging es über den Ortsteil Dommersbach und über die L17 ins Fuchsloch. Dieser Teilbereich der Wanderung zeigte einen noch wenig erhaltenen Flutgraben, der als Untergraben von einer ehemaligen Sägemühle und zu einer Getreidemühle das Wasser führte. Hier befinden sich auch einige Aufschlüsse des geologisch-montanhistorischen Wanderweges. Es handelt sich dabei um Kohleflöze schlechter Qualität, die zu keiner Zeit von größerer wirtschaftlicher Bedeutung waren und nur lokal genutzt wurden. Mehrere bis zu 50 m lange Stollen verfolgten im 18. u. 19. Jh. die Brandschieferflöze in den Berg hinein. Wir kamen an einer ehemaligen Mühle vorbei, bei der nur noch das Mühlrad ist noch zu sehen ist.

 

Weiter in Richtung Blumenthal über die Bundesstraße und an der hl. Brigida geweih-ten Kirche und am Denkmal für die in der Progromnacht am 10. November 1938 zerstörte Synagoge vorbei. Der Pfad geht am Kreuz von Blumenthal vorbei weiter steil in Richtung Kirchenberg. Hier befindet sich ein schön gestalteter Rastplatz, der vom Wanderklub Hellenthal unterhalten wird. Der Eifelverein Hellenthal eine Verpflegungsstation eingerichtet und uns mit Erbsensuppe und Getränken versorgt. Jetzt ging es stetig bergab zum Sündentempelchen. Das Sündentempelchen wurde in den 30-iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Junggesellen aus Kirschseiffen erbaut und wird jetzt vom Wanderklub Hellenthal unterhalten. Über ein schmales Pfädchen und Serpentinen führte uns der Weg in Richtung Hellenthal. Weiter über die Brücken der Olef und der Preth. Wir hatten auch einen kurzen Aufenthalt in der Kirche St. Anna. Hier lohnt sich ein Blick auf die moderne Ausmalung der Kirche sowohl der Konche als auch der Orgel. Über die Freizeitanlage Olefufer und über den Zentralen Omnibus Parkplatz in Richtung Rathaus gingt es weiter. Am Rathaus konnten wir den Amtsschimmel bewundern, der das Rathaus ziert.

Weiter ging es über den Straßen Kalberbenden und Hinterseiffen. Die EifelSpur „Auf den Spuren der Raubritter“ führt von Hellenthal nach Reifferscheid im gleichen Verlauf wie auch die Burgenroute (Partnerweg des Eifelsteigs) und der Hauptwanderweg Nr. 12 ‚Rhein-Venn-Weg‘. Auf der Höhe angekommen hatten wir an den zwei Ruhebänken einen schönen Blick ins Schleidener Tal und nach Hellenthal. Auf der gegenüberliegenden Talseite könnt ihr den bisherigen Verlauf der Wanderung erahnen. Dann durch den Kammerwald abwärts zur Straße und gegenüber wieder ansteigend in Richtung Reifferscheid. An der Grundschule und dem Parkplatz vor der Burg hatten wir die EifelSpur ’Auf den Spuren der Raubritter‘ geschafft.

Die Führung auf der Burg sollte mit einem Aufenthalt im Cafe 'Eulenspiegel' beendet werden. Leider hatte diese Cafe aus familiären Gründen geschlossen. Das war sehr schade, denn wir hätten gerne die Wanderung bei Kaffee und Kuchen ausklingen lassen.